Frage zum Versand von indizierten Spielen

Fragen zu gekürzten Spielen für PC, X-Box, Playstation usw. hier herein.

Frage zum Versand von indizierten Spielen

Beitragvon Wolverine » 09.04.2011, 13:57

Achtung: Ich gebe keine Rechtsberatung sondern nur meine Meinung wieder! Dies gilt für alle meine Beiträge in diesem Thread!

2007 wurde durch eine Zusammenfassung des ZBFS Bayern genannt:

"Eine ausreichende Altersverifikation wird beispielsweise gewährleistet durch das Post-Ident-Verfahren, das eine Face-to-Face-Kotrolle unter Vorlage des Personalausweises [...] beinhaltet, ergänzt durch eine geeignete Endkontrolle bei der Übergabe an den Besteller (z. B. mittels "Einschreiben eigenhändig)".

Daraus leite ich ab, dass ich als Privatverkäufer auf der "sicheren Seite" bin, wenn ich indizierte Spiele mit Postident zusammen mit Einschreiben Eigenhändig verschicke. Rentieren würde sich das z.B. bei einer roteerdbeere Auktion für eine Spielesammlung ohne USK Freigabe. Wie sieht das ganze bei x-juggler aus? Da gibt es einen speziellen x-juggler Versand, doch wird der den gesetzlichen Anforderungen gerecht?

Die zweite Frage ist die Wahl der Verkaufsplattform.
Zitat aus http://www.linksandlaw.org/jugendschutz ... juschg.htm
"Als nicht den rechtlichen Voraussetzungen genügend ... anzusehen:
* bloße Abfrage der Personalausweisnummer, um das Alter festzustellen (siehe dazu die Ausführungen zu den AVS-Systemen)" Zitat Ende

Demzufolge hätte roteerdbeere wahrscheinlich keinen ausreichenden Jugendschutz, was die Anmeldung betrifft. Sollte die Plattform die Möglichkeit einer geschlossenen Benutzergruppe zur Verfügung stellen, scheint das wohl in Ordnung zu sein (Die Anforderungen sind mir jedoch nicht bekannt; vielleicht eine Mischung aus Personummer und PostIdent). Wie sieht das Anmeldeprozedere bei x-juggler aus?

Wäre eine Auktion auf roteerdbeere trotz dem Versenden mit dem Postident Verfahren zusammen mit Einschreiben Eigenhändig abmahnfähig, da die Plattform selbst eventuell nicht dem JuSchG gerecht wird, da das Anmedeprozedere auch ohne weiteres für Minderjährige möglich ist?
Zuletzt geändert von Wolverine am 09.04.2011, 14:00, insgesamt 1-mal geändert.
Wolverine
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Beitragvon Webmaster » 11.04.2011, 00:08

Hallo,

dir als Nutzer von Verkaufsplattformen, kann doch ziemlich egal sein, ob der Anmeldeprozess dem JuSchG gerecht wird. Du hast ja keinen Einfluss darauf. Sollte da etwas nicht passen, ist der Betreiber der Plattform haftbar, nicht die angemeldeten Nutzer.

Aber ich verstehe deine Sorgen, in wie weit kannst du gutgläubig vertrauen, dass die anderen Nutzer alle volljährig sind.
Ich würde sagen: Bei einer Ü18-Plattform, die sich als solche verkauft und das Anbieten von Ü18-Medien ausdrücklich erlaubt, kannst du als Nutzer gutgläubig sein und darauf vertrauen, dass nur Volljähige angemeldet sind. Es ist dir finde ich nicht zumutbar, alle möglichen Käufer deiner Produkte einer Altersüberprüfung zu unterziehen.

Ein Versand als "Einschreiben eigenhändig" sollte dann ohne weiteres als gesetzeskonform betrachtet werden können. :)

Grüße
Christian
ein nein zur Zensur ist kein nein zum Jugendschutz
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Beitragvon purchaser » 11.04.2011, 11:13

Bei X-Juggler muss ich echt überlegen - es ist schon eine Weile her - glaube aber, dass sie Post-Ident haben. Auf jeden Fall kommen die Sendungen per Einschreiben an die Haustür, bzw. Postamt. Das wird ja nicht zuletzt durch den hohen Versandpreis ersichtlich. Zum zweiten wird bei X.Juggler per Einzugsermächtigung bezahlt, so dass eh nur der Inhaber eines Kontos hier kaufen kann.

Ich weiß nicht, was es allgemein noch für Varianten gibt, aber diverse Sachen kaufe ich trotz der Kosten gern bei X-Juggler. Und wenn du Erwachsenenware sicher an Erwachsene weiterverkaufen willst, sehe ich bei X-Juggler keine Schwierigkeiten. Du kannst danach mit Sicherheit ruhig schlafen.
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Beitragvon J.R.s_Bruder » 15.05.2011, 21:16

Aber wie verhält es sich, wenn der Bote das Päckchen einer 15 Jährigen Person aushändigt? Ich meine, man zahlt extra für den Schutz der Kinder und dann bekommen sie die Filme, oder was auch immer, ausgehändigt.
Als ich den Boten darauf angesprochen hatte wurde er pampig. Eine Beschwerde bei der Poststelle verlief im Sande.

Da sollte der Hebel vielleicht auch mal angesetzt werden.
Es gibt tausend Gründe es nicht zu tun, aber mir will verdammt noch mal keiner einfallen.
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