Die USK macht was sie will!

Fragen zu gekürzten Spielen für PC, X-Box, Playstation usw. hier herein.

Die USK macht was sie will!

Beitragvon DerAlexNE » 11.11.2006, 18:13

Hallo zusammen,

ich bin noch recht neu hier, aber ich verfolge das Thema ZENSUR besonders im Videospielebereich und ich muss sagen, die USK weiß auch nicht so, was sie will.

Ich nehme z.B. die X-Box Spiele "Painkiller" und "The Suffering2".

Painkiller (dt.) ist ein Witz ohne Gleichen für Deutschland! Ich, volljährig :D , beziehe meine Spiele durch den "Import" UNGESCHNITTEN! Nur weil bei Painkiller (uk) Arme und Beine wegfliegen, soll ich als "Erwachsener" darauf verzichten und mir geschnittenen Müll ab 18 kaufen? Ne ne, liebe USK mit mir nicht! Wenn ich "erwachsen" bin, kenne ich auch meinen Import Händler des Vertrauens.

The Suffering2 habe ich vor einem Monat bei einem großen Händler gekauft und DIESES Spiel finde ich HÄRTER als Painkiller (besonders wenn ich mal die BÖSE Seite des Spiels von Suffering2 anspreche).

Fazit: Jugendschutz ist ein gutes Thema und sollte unterstützt werden, aber wenn ich erwachsen bin (hier ja über 18 J. in Deutschland :) ), dann kenne ich auch andere Quellen um an Spiele zu kommen, sprich Import.

"Schützt die Jugend, aber NERVT uns Erwachsene nicht!" :zustimm:
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Beitragvon Don Bastardo » 12.11.2006, 00:56

Ein sehr guter Weg ist auch ebay.nl

Das gibts einige Spiele in deutschen Menüs usw.. aber uncut.
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Beitragvon Harry72 » 12.12.2006, 21:43

Wie ist denn das dann mit Cover von Games die USK 18 (nicht indiziert) sind ? Darf man die z.B. im Internet präsentieren ?
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Beitragvon Webmaster » 12.12.2006, 22:18

Harry72 hat geschrieben:Wie ist denn das dann mit Cover von Games die USK 18 (nicht indiziert) sind ? Darf man die z.B. im Internet präsentieren ?


Passt ja jetzt hier nicht so ganz zum Thema USK ... ;)
Aber kurze Frage, kurze Antwort: Kein Problem mit den Covern, kannst du veröffentlichen.
ein nein zur Zensur ist kein nein zum Jugendschutz
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Beitragvon Harry72 » 18.12.2006, 19:19

Webmaster hat geschrieben:
Harry72 hat geschrieben:Wie ist denn das dann mit Cover von Games die USK 18 (nicht indiziert) sind ? Darf man die z.B. im Internet präsentieren ?


Passt ja jetzt hier nicht so ganz zum Thema USK ... ;)
Aber kurze Frage, kurze Antwort: Kein Problem mit den Covern, kannst du veröffentlichen.


Sorry. Trotzdem thx für die Antwort. :oops:
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Beitragvon Klofinger » 30.11.2007, 11:23

*räusper*
tja, Dark Messiah of Might and Magic... Da fliegen mehr sachen als nur arme und beine Weg... Und ich habs... Unzensier und auf Deutsch... und Englisch

Gears of War wird indiziert aber DMOMM nicht? (beides soll legal sein)
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Beitragvon Cyfer90 » 19.03.2008, 01:06

Am schlimmsten an der Zensur finde ich, dass das USK-Ranking nicht runtergesetzt wird.

Beispiel:

Das Spiel Pariah hat keine Jugendfreigabe erhalten und wurde noch zensiert. Leichen verschwinden und Blut wurde ausgestellt.

Meine Frage: Was macht dieses Spiel jetzt noch so brutal, dass es keine Jugendfreigabe erhält? Das kann so auch "Ab 16 freigegeben" runtergestuft werden oder nicht?

Oder ist das Ranking neuerdings so:

-Ohne Altersbeschränkung
-Ab 6 Jahren
-Ab 12 Jahren
-Ab 16 Jahren
-keine Jugendfreigabe
-keine Deutschlandfreigabe???

Jugendschutz ist ja schön und gut, aber dann sollte der auch bei der Jugend bleiben und nicht jeder "geschützt" werden, selbst wenn er erwachsen ist.
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Beitragvon Begriffenfeldt » 02.04.2008, 20:40

Ich finde das Problem liegt eigentlich bei den Spieleherstellern bzw. Publishern, die bereit sind an ihrem eigenen Produkt Selbstzensur zu üben, nur damit sie in Deutschland eine niedrige USK-Einstufung bekommen. Soweit ich weiß ist es aber nicht die USK, die den Herstellern diese Zensuren nahelegt. Das machen die aus Angst vor den strengen deutschen Gesetzen meist schon selber.
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Beitragvon purchaser » 02.04.2008, 22:14

Begriffenfeldt hat geschrieben:... Das machen die aus Angst vor den strengen deutschen Gesetzen meist schon selber.


Nein, ich glaube, das gehört ins Reich der Legenden. Natürlich behauptet die USK, dass sie keine Auflagen erteilen (denn dann gäben sie Zensur ja zu, die laut Grundgesetz in Deutschland nicht vorkommt), aber die Praxis ist eine andere.
Marek Klingelstein, Sichter und Spieletester der USK, hat sich dazu folgendermaßen geäußert:

"Ja, es gibt die Möglichkeit einer Vorabprüfung, einige Titel sehen wir drei- oder gar viermal im Verlaufe des Entstehungsprozesses. Für Programmierer ist es einfacher, gleich während des Prog.Prozesses Sachen zu verändern oder zu entschärfen, um ein bestimmtes Rating zu erhalten, Schnittauflagen gibt es bei der USK aber nicht, allerdings kann man natürlich aus dem Gutachten die Gründe und Elemente ablesen, die zu einer bestimmten Entscheidung geführt haben. Doch auch danach besteht noch ein Risiko, neue Gutachtergremien bekommen nur die neue Variante des Spieles zu sehen, jedes Spiel wird absolut gerated um nicht Aussagen wie „Mensch, die haben soo viel verändert, geben wir ihnen doch die 16….“ zu erhalten..."

Ein anderes Statement kommt von David Cooke, Director der BBFC:

""We did make suggestions for further changes to the game, but the distributor has chosen not to make them, and as a result we have rejected the game on both platforms..."

Das bezeichnet es wohl eher. Von mir aus kann man Zensur auch "Vorschlag" oder "Empfehlung" nennen, es ändert nichts am Tatbestand der Zensur (nach Wikipedia):

"Zensur (censura) ist ein Verfahren eines Staates, einer einflussreichen Organisation oder eines Systemträgers, um durch Medien vermittelte Inhalte zu kontrollieren, unerwünschte beziehungsweise Gesetzen zuwiderlaufende Inhalte zu unterdrücken und somit dafür zu sorgen, dass nur erwünschte Inhalte öffentlich werden.

Bei der Vorzensur, wie sie in vielen weniger demokratischen Staaten erforderlich ist, müssen Medien (Filme, Bücher, Zeitschriften usw.) vor Veröffentlichung entsprechenden Institutionen zur Prüfung vorgelegt werden, die dann gegebenenfalls Abänderungen fordern oder das Werk indizieren.

Die Nachzensur, wie sie in demokratischen Staaten üblich ist, baut auf eine Selbstkontrolle des Veröffentlichenden und birgt das Risiko des nachträglichen Verbotes (zum Beispiel pornografischer Inhalte für Konsumenten mit einem Alter von unter 18 Jahren) in Form einer Indizierung..."


Und ob sie nun USK, Pegi, BBFC, ESRB heißen...
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Beitragvon Cyfer90 » 03.04.2008, 13:44

Ist ja eigentlich auch egal inwiefern Entwickler anfangen zu zensieren. Fakt ist, dass schuld daran die USK ist. Denn warum sollte ein Entwickler zensieren, wenn er sein Produkt in Deutschland verkaufen kann. Das schlimme ist halt, dass, wie der Herr von der Usk gesagt hat, eben nicht das zensierte Produkt gerated wird sondern das komplette. Somit kriegt ein zensiertes Spiel immernoch keine Jugendfreigabe, obwohl es durch die Zensur schon ab 16 freigegeben werden könnte. Wenn man das machen würde kann sicherlich auch das unzensierte Produkt mit 18 Stempel auf den markt lassen. Denn so kaufen Eltern eher die 16 Version für ihre Kinder als die 18 und erwachsene können unzensierten Spaß haben.
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Beitragvon Begriffenfeldt » 06.04.2008, 23:04

purchaser hat geschrieben:
Begriffenfeldt hat geschrieben:... Das machen die aus Angst vor den strengen deutschen Gesetzen meist schon selber.


Nein, ich glaube, das gehört ins Reich der Legenden. Natürlich behauptet die USK, dass sie keine Auflagen erteilen (denn dann gäben sie Zensur ja zu, die laut Grundgesetz in Deutschland nicht vorkommt), aber die Praxis ist eine andere.


Das eigentliche Zensurorgan ist aber die BPjM, man darf nicht der USK allein die Schuld in die Schuhe schieben.

Aber interessant ist es natürlich schon, ich habe auch schon davon gehört, dass die USK den Entwicklern Vorschläge zur "Entschärfung" gemacht hat - das wäre wirklich nichts anderes als echte Zensur.

Allerdings ist es so einfach auch wieder nicht. Beispiel: grünes Blut. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, dass die USK findet, grünes Blut wäre weniger gewaltdarstellend als rotes. Komplette Entfernung von Blut (gibt es ja auch oft) macht ja aus Jugendschützer-Sicht Sinn, aber grünes Blut? Das ist schon etwas, was die Hersteller in vorauseilendem Gehorsam selbst machen. Anscheinend ist das so eine Art Gerücht: die Deutschen haben Probleme mit Blut, aber grünes oder lilafarbenes ist OK. Hilft aber nichts, es gibt ja auch Beispiele für deutsche Grünblut-Versionen, die dann trotzdem indiziert wurden.

Ich will die USK nicht pauschal in Schutz nehmen, aber man sollte sie auch nicht einfach als Feindbild hinstellen. Die stehen unter dem enormen Druck der (leider immer noch) computerspielfeindlichen deutschen Öffentlichkeit - und so jemand wie Christian Pfeiffer nutzt jede Gelegenheit, um der USK zu unterstellen, ihre Einstufungen wären viel zu niedrig (!) - das ist doch auch bekannt.

Cyfer90 hat geschrieben:Fakt ist, dass schuld daran die USK ist. Denn warum sollte ein Entwickler zensieren, wenn er sein Produkt in Deutschland verkaufen kann.


Nein, Schuld sind die restriktiven deutschen Jugendschutzgesetze und die BPjM. Das einzige was die USK machen kann, ist die Einstufung zu verweigern. Dann darf das Spiel aber trotzdem ganz normal verkauft werden (aktuelles Beispiel: Clive Barkers Jericho). Erst wenn die BPjM zuschlägt und es indiziert, darf es nicht mehr im Regal stehen und nicht mehr beworben werden und wird damit für die Spielefirmen unwirtschaftlich. Davor haben die Angst, und deshalb lassen sie sich leider oft auf die Selbstzensur ein. Mag sein dass die USK bei dieser Selbstzensur noch Tipps gibt (was ich wie gesagt schlimm genug finde), aber der eigentliche Auslöser ist die BPjM.
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Beitragvon Face_in_Ass » 28.07.2008, 22:31

Ich sag dazu nur eins: Meist ist Zensur, wenn man einem Mann verbietet Steak zu essen, weil ein Baby es nicht kauen kann.


Ach, und was steht im Gesetzbuch: Eine Zensur findet nicht statt...
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USK???

Beitragvon PICONJO19 » 26.10.2008, 20:50

ich acht nie auf die usk :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:
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