Zensur - Widerstand?

Allgemeine Themen über Zensur, die sonst nirgendwo passen, z.B. Kontrollstellen (FSK, USK, usw.) oder Kurioses.

Zensur - Widerstand?

Beitragvon twg » 21.03.2008, 04:53

Tach zusammen,
seid geraumer Zeit wundere ich mich über die Praktiken in Deutschland. Daß Spiele indiziert werden wußte ich ja schon länger und solange sich das auf die Jugend bezieht finde ich es auch angebracht, aber was bitte erdreistet sich der Staat Spiele und Filme zu beschlagnamen? War das nicht mal ne Demokratie mit Meinungsfreiheit? Das ist doch reinste Zensur, sowar darf doch eigentlich kein rechtschaffener Mensch einfach so hinnehmen. Ich mein heute sind es Horrospiele, morgen sind es kritische stimmen und irgendwann wird alles verboten was irgendwie Kritk ausübt, nur weil ein paar funzel der Meinung sind, das sollte verboten werden. Ich finde es nicht in Ordnung, daß der Staat hier vorschreibt, was erwachsene mündige Bürger sehen/ spielen dürfen und das sollte eigentlich niemandem egal sein, dem seine Freiheit lieb ist, denn diese Tendenz des staates sich in alles ein zu mischen ist ja überall sichtbar.

Was ich jetzt nicht verstehe ist, warum sich da kein Widerstand regt? Warum lassen sich das alle gefallen, ohne dagegen auf zu begehren. Ich mein mittlerweile sollte es doch genügend reife erwachsene Bürger geben die auch von dieser Zensur betroffen werden und auch wenn sie selbst die spiele oder Filme nicht brauchen, sollte doch gerade die Zensur ansich schon grund genug sein, sich dagegen auf zu lehnen und mal mobil zu machen!

Es kann in meinen Augen definitiv nicht angehen, daß der Staat seine Bürger so bevormundet in Dingen, wo er nix verloren hat!
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Beitragvon purchaser » 21.03.2008, 11:35

Das werden viele einfach nicht wissen. Selbst unter den Spielern gibt es eine Mehrheit, die entsprechende Games gar nicht kennt. Wenn in einem Playstation-Forum ein Online-Händler als Faker bezeichnet wird, weil er Quake III für die PS2 im Angebot hat, spricht das Bände.
Die andere Frage ist sicher die nach der Gleichgültigkeit des Otto Normalverbrauchers. Leider liest man immer wieder, auch in Foren wie diesem, dass man mit der Indizierung oder der Beschlagnahmung einverstanden ist, da es sich nach Meinung des Users tatsächlich um indizierungs- oder beschlagnahmungswürdige Titel handelt. Dass die Schraube allmählich immer weiter angezogen wird, nimmt man dabei wohl achselzuckend in Kauf.
Ich wünschte mir auch mehr aktiven Widerstand, zumindest eine politische Entscheidung beim Gang zur Wahlurne. Aber ich glaube gerade da macht der Wähler sein Kreuz aus einer anderen Überlegung heraus. Schade.
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Beitragvon ugo-piazza » 22.03.2008, 14:01

@twg: Was konkret tust du?
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Beitragvon twg » 22.03.2008, 18:19

@ugo-piazza
;) Über das Thema aufregen ;)
Ich will das auch garnicht rechtfertigen, will es mal so sagen, vieleicht hatte ich auf etwas mehr resonanz gehofft und vieleicht daß ein bloses Post jemanden mit viel Zeit dazu bringt die Gamer zu mobilisieren. Ja, ich weiß könnt ich auch alles selbst machen, hab ich früher sogar für andere Dinge die mir wichtig waren, heute hab ich aber schlicht nicht mehr die Zeit, denn solche Aktionen sind sehr Zeitintensiv.

Aber ich bin durchaus für Vorschläge offen was ich als Einzelperson dagegen effektiv machen kann, mit wenig Zeit. Ich würde eine solche Aktion, wenn sie denn jemand in die Hand nehmen würde durchaus unterstützen, nur glaubt heutzutage niemand mehr daran, daß man was erreichen kann, wenn man genügend Leute mobilisiert.
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Beitragvon ugo-piazza » 23.03.2008, 19:49

twg hat geschrieben:@ugo-piazza
;) Über das Thema aufregen ;)
Ich will das auch garnicht rechtfertigen, will es mal so sagen, vieleicht hatte ich auf etwas mehr resonanz gehofft und vieleicht daß ein bloses Post jemanden mit viel Zeit dazu bringt die Gamer zu mobilisieren. Ja, ich weiß könnt ich auch alles selbst machen, hab ich früher sogar für andere Dinge die mir wichtig waren, heute hab ich aber schlicht nicht mehr die Zeit, denn solche Aktionen sind sehr Zeitintensiv.

Aber ich bin durchaus für Vorschläge offen was ich als Einzelperson dagegen effektiv machen kann, mit wenig Zeit. Ich würde eine solche Aktion, wenn sie denn jemand in die Hand nehmen würde durchaus unterstützen, nur glaubt heutzutage niemand mehr daran, daß man was erreichen kann, wenn man genügend Leute mobilisiert.


Als Einzelperson, effektiv und mit wenig Zeit? Diese Kombination lässt Aktivitäten wohl aussichtslos erscheinen.

Ich glaube allerdings sehr wohl, dass man auch als Einzelperson effektiv ansetzen kann, nur ist das eine wirklich zeitintensive Sache (und das soll jetzt nicht einfach dahergesagt sein, sondern ich habe da durchaus eine Strategie im Sinn).

Entscheidend ist, den Punkt zu erreichen, an dem man tatsächlich etwas bewirken kann. Wie die Reaktion des Petitionsausschusses des Bundestages auf die vom (inzwischen auch schon wieder aufgelösten) Medialog e.V. initiierte Petition zur Abschaffung von Paragraf 131 StGB gezeigt hat, braucht man von der Politik nichts erwarten.
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Beitragvon FrédTMK » 17.06.2011, 15:57

Sobald die heutige jugendgeneration in der politik ist, wird sich alles ändern ;) DENN WIR HABEN DIE SCHNAUZE VOLL UND ZWAR GESTRICHEN
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